Beate Sauer - Echo der Toten (Friederike Matthée #1)

24.1.18

Titel: Echo der Toten
Originaltitel: ---
Autorin: Beate Sauer
Übersetzung: ---
Reihe: Friederike Matthée #1
Genre: Historischer Krimi
Verlag: Ullstein eBook (12.01.2018)
ISBN: 978-3-843-71617-8 (eBook, 384 Seiten)
ASIN: B071HLDGWD (Kindle Edition)
Preis: 9,99 €
Papierformat: Broschur für 13,00 €
Bonus: Leseprobe

Kurzbeschreibung:
Januar 1947: Über dem Land liegt eine Decke aus Schnee und Eis, zwischen Ruinen kämpfen die Menschen ums Überleben, als in der Eifel ein Mord geschieht. Richard Davies von der britischen Military Police soll das Verbrechen aufklären. Doch der einzige Zeuge ist ein sechsjähriger Junge, der sich weigert zu sprechen. Friederike Matthée von der Weiblichen Polizei in Köln wird Richard zur Seite gestellt. Sie kommt, wie der Junge, aus Ostpreußen und findet einen Zugang zu seiner verletzten Seele. Doch die Erinnerungen an die schrecklichen Erlebnisse während der Flucht sind noch so frisch, dass Friederike an ihrer Kraft zweifelt. Und Richard Davies muss mit Menschen zusammenarbeiten, die schwere Schuld auf sich geladen haben. *Quelle*

Zur Autorin:
Beate Sauer studierte katholische Theologie und Philosophie und absolvierte danach eine journalistische Ausbildung. Dabei stellte sie fest, dass ihr Herz noch viel mehr für fiktive Geschichten schlägt. Mit ihren historischen Romanen begeisterte sie eine riesige Fangemeinde. Echo der Toten ist ihr erster historischer Kriminalroman.

Meinung:
Beate Sauer ist bisher durch ihre historischen Romane bekannt geworden, leider hatte ich bisher noch nichts von ihr gelesen. Deshalb war ich sehr gespannt auf ihren Ausflug in das Genre des historischen Kriminalromans.

Im Januar 1947 wird der Alteisenhändler Jupp Küppers, der auch auf dem berüchtigten Schwarzmarkt sehr aktiv war, erschlagen aufgefunden. Der 6-jährige Peter Assmuß hat den Mord beobachtet, spricht aber seitdem nicht mehr. Zur Aufklärung des Falls wird Richard Davies von der britischen Military Police beauftragt, der die Polizeiassistentenanwärterin Friederike Matthée von der deutschen Weiblichen Polizei hinzuzieht, da sie ebenso wie der kleine Peter aus Ostpreußen geflüchtet ist und sich sehr auf den Umgang mit Kindern versteht. Doch Küppers soll nicht der einzige Tote bleiben und Richard Davies und Friederike Matthée geraten bald selbst in große Gefahr.

Bereits auf den ersten Seiten merkt man deutlich, dass die Autorin Beate Sauer sich auf historische Romane versteht. Denn die Schilderung des in Trümmern liegenden Köln und der Eifel gelingt ihr mehr als anschaulich. Hier taucht man regelrecht in die Atmosphäre des Nachkriegsdeutschland ein und erlebt, wie sehr Hungersnot und Kälte den Menschen zusetzen.

Friederike Matthée, die junge Polizeiassistentenanwärterin, wächst einem sehr schnell ans Herz. Sie ist nicht wirklich glücklich in ihrem Beruf, den sie hauptsächlich angetreten hat, um sich und ihre Mutter irgendwie über Wasser zu halten, da sie nach ihrer Flucht aus Ostpreußen alles verloren haben. Zudem macht ihr ihre Vorgesetzte Gesine Langen das Leben schwer, will sie sogar entlassen, was allerdings durch Richard Davies' Anforderung vereitelt wird.

Richard Davies war mir anfangs ein Buch mit sieben Siegeln. Einerseits ist er sehr reserviert, manchmal sogar grob. Andererseits erweist er sich als zuvorkommend und erkennt, dass Friederike durchaus das Zeug zu einer guten Polizistin hat. Beide haben ebenso während des Krieges sehr viel Leid erfahren, dass später im Roman zur Sprache kommt.

Der Kriminalfall um den Mord an Jupp Küppers war nicht unbedingt sehr spannend, aber durchaus interessant, denn der Täter ist so schnell nicht gefunden. Allerdings empfand ich die Beschreibungen und das Alltagsleben im Nachkriegsdeutschland des Jahres 1947, das Beate Sauer so gut und fesselnd vor den Augen des Lesers entstehen lässt, noch fesselnder als den Mordfall selbst. Hier würde ich mich sehr auf eine Fortsetzung freuen!

Fazit:
Ein historischer Kriminalroman, dessen Fall zwar interessant ist, der aber vor allem durch Beate Sauers Schilderungen des Lebens im Nachkriegsdeutschland 1947 punkten kann, das sie ungemein authentisch und atmosphärisch erzählt.

Wertung: ★★★★☆

Mein Dank geht an den Ullstein Verlag und Netgalley für die Bereitstellung eines eBook-Exemplars!

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