Andreas Winkelmann - Housesitter

19.1.18

Titel: Housesitter
Originaltitel: ---
Autor: Andreas Winkelmann
Übersetzung: ---
Reihe: ---
Genre: Thriller
Verlag: Rowohlt E-Book (18.08.2017)
ISBN: 978-3-644-22291-5 (eBook, 496 Seiten)
ASIN: B072HMZMMB (Kindle Edition)
Preis: 12,99 €
Papierformat: Broschur für 14,99 €
Bonus: Leseprobe

Kurzbeschreibung:
Er will dein Haus. Er will deine Frau. Er will dein Leben. Er ist der Housesitter.
Stell dir vor, du kommst mit deiner Freundin aus dem Urlaub in dein Haus zurück. Du merkst sofort, dass irgendetwas anders ist: Die Möbel sind verrückt. In der Küche stehen benutzte Töpfe. Die Handtücher riechen fremd.
Dann spürst du einen jähen Schmerz - und es wird Nacht um dich.
Stell dir vor, du wachst erst nach Tagen im Krankenhaus auf.
Deine Freundin ist verschwunden - entführt.
Denn da draußen ist jemand, der sich nach einem warmen Heim sehnt. Nach einer liebenden Frau. Nach deinem Leben. Und er ist zu allem entschlossen... *Quelle*

Zum Autor:
Andreas Winkelmann, geboren 1968 in Niedersachsen, ist verheiratet und hat eine Tochter. Er lebt mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldrand nahe Bremen. Wenn er nicht gerade in menschliche Abgründe abtaucht, überquert er zu Fuß die Alpen, steigt dort auf die höchsten Berge oder fischt und jagt mit Pfeil und Bogen in der Wildnis Kanadas.

Meinung:
Von Andreas Winkelmann habe ich bereits einige Bücher gelesen, die mich immer gut unterhalten konnten. Hier reiht sich nun auch Housesitter ein, das sich mit den Urängsten von Menschen beschäftigt, nämlich den Einbruch in die eigene Privatsphäre.

Das junge Paar Thomas Bennett und Saskia Laak kehrt von seinem ersten gemeinsamen Urlaub zurück. Doch währenddessen hat sich ein Fremder Zutritt zu ihrem Eigenheim verschafft und dort gelebt. Bei der Rückkehr wird Thomas niedergeschlagen und schwer verletzt, während die schwangere Saskia von dem Unbekannten entführt wird. Der zuständige Ermittler Scheurich kommt in diesem Fall nicht recht weiter, doch Priska Wagner, eine Kollegin einer anderen Dienststelle, hat es mit einem Mord an einer Altenpflegerin zu tun, der auf den zweiten Blick mehrere Parallelen aufweist. Aber Saskia soll nicht die einzige Entführte bleiben.

Andreas Winkelmann widmet sich in seinem neuesten Thriller einer Urangst, nämlich das Eindringen eines Fremden in den privaten Lebensraum. Er schildert dieses Eindringen sehr anschaulich, erzählt, wie sich der Fremde Zutritt in die Wohnungen verschafft, nachdem er die Opfer wochenlang genauestens beobachtet und ausspioniert, wie er sich mehr und mehr in ihr Leben einfindet und dann nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub gnadenlos zuschlägt. Dies lässt einem doch schon einige Schauer über den Rücken laufen.

Allerdings kann auch der Täter, dessen Lebensgeschichte man in kleinen Häppchen nach und nach präsentiert bekommt, ein wenig Mitleid erregen. Denn dieser ist, wie schon aus anderen Thrillern gewohnt, durch seine Kindheit geprägt, in der er einiges erleiden musste. Zwar gestaltet sich der Fall um die verschwundene Saskia spannend, doch gab es für mich auch einige Längen, in der die Geschichte auf der Stelle trat. Dies kam vor allem in den Kapiteln die aus Saskias Freund Thomas' Sicht geschildert wurden zutage.

Der Täter selbst war recht schnell erkennbar, was aber der Spannung keinen Abbruch tat. Hier wurde gut auf seine Motivation, die trotz seiner Vergangenheit nicht unbedingt verständlich ist, eingegangen, was nicht mehr bei jedem Thriller der Fall ist und was ich sehr begrüßte.

Als Charakter hat mir die Ermittlerin Priska Wagner am besten gefallen: Eine toughe junge Frau, die nicht ins Erscheinungsbild passt, auf eigene Faust ermittelt, aber nicht zur Superfrau mutiert und sich auf waghalsige Manöver einlässt. Das Ende wurde schlüssig gelöst und mündet nicht in einen übertriebenen Showdown. Im Gesamten erwartet den Leser ein solide aufgebauter Thriller mit einer beängstigenden Grundidee, die zu fesseln vermag.

Fazit:
Ein spannender Thriller mit einem Thema, bei dem man wirklich Angst bekommt. Es schlichen sich zwar ein paar Längen in einem bestimmten Erzählstrang ein, doch dies fiel dank der authentisch agierenden Charaktere nicht zu sehr ins Gewicht.

Wertung: ★★★★☆

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